Pivot-Punkte – Darum dreht sich der Kurs

Bild-Pivot-Punkte

Pivot-Punkte sind markante Punkte im Markt um die sich der Kurs dreht. Klassisch handelt es sich bei den Pivot-Punkten um Unterstützungs- und Widerstandslinien für den Intradayhandel. Sie gehen aus der Kursschwankung des Vortages hervor. Besser gesagt aus dem Tiefst-(L), Höchst-(H) und Schlusskurs(C). Zur Berechnung später mehr.

Der Tages-Pivot-Punkt ist der markanteste und wichtigste Pivot-Punkt im Markt. Um ihn dreht sich im Endeffekt alles. Durchbricht der Kurs diesen Pivot-Punkt nach oben, sprechen wir von einem eher bullischen Markt. Nach unten von einem eher bärischen.

Bild-Pivot-bullisch-baerisch

Neben dem Tages-Pivot-Punkt gibt es noch weitere Pivot-Punkte die aus Widerstands- und Unterstützungslinien bestehen. Die Widerstände (Resistance) werden mit R1, R2 und R3 abgekürzt. Die Unterstützungen (Supports) mit S1, S2, und S3. Kleinere Zwischen-Pivot-Punkte werden meistens mit einem M und einer gestrichelten Linie gekennzeichnet. Diese sind aber nicht so stark und aussagekräftig wie die echten Widerstands- und Unterstützungslinien.

Bild-Pivot-Widerstand-Unterstuetzung

Die Widerstände R1 bis R3 fungieren als mögliche Preislevels, an denen mit Gegenwehr seitens der Bären zu rechnen ist. Die Widerstände haben das Potenzial, sowohl kurzfristige Korrekturen, als auch neue Gegentrends einzuleiten. Wird ein Widerstand hingegen durchbrochen, ist dieser ab sofort als Unterstützungszone anzusehen. Auf der anderen Seite natürlich das selbe Spiel.

 

Werden Pivot-Punkte respektiert?

Warum richtet sich der Markt überhaupt nach diesen Pivot-Punkten? Zunächst einmal muss man sagen, dass Pivot-Punkte nur ein Indikator sind. Der Kurs muss an diesen Pivot-Punkten überhaupt gar nichts machen. Das ist grundsätzlich bei allen Indikatoren so!

Häufig kann man jedoch beobachten, dass der Kurs von einer Widerstands- oder Unterstützungs-Linie abprallt. Ein wichtiger Grund dafür ist die selbsterfüllenden Prophezeiung. Wie auch an Trendlinien orientieren sich auch an Pivot-Punkten Millionen anderer Trader, Banken und Finanzhäusern. Je mehr Leute sich wiederum an die selben Regeln halten und je mehr Volumen an dieser Stelle in den Markt kommt, desto wahrscheinlicher ist es nun mal auch, dass die erwartete Situation auch eintrifft.

 

Wie berechnen sich Pivot-Punkte?

Damit Sie die Formeln wenigstens einmal gesehen haben.

Der Tages-Pivot-Punkt (PP) bildet sich durch eine einfache Durchschnittsbildung aus dem Tiefst-(L), Höchst-(H) und Schlusskurs(C):

Pivot-Punkt PP = ( H + L + C) / 3

 

Die Widerstands- und Unterstützungs-Linien kann man mit den folgenden Formeln errechnen:

PP = Pivot-Punkt heute
H = Höchstkurs Vortag
L = Tiefstkurs Vortag
C = Schlusskurs Vortag

R1 = 2 * PPL

R2 = PP + HL

R3 = 2 * (PPL) + H

S1 = 2 * PPH

S2 = PP – (HL)

S3 = Low – (2 * (H-PP))

 

Selbstverständlich müssen Sie das alles nicht selbst ausrechnen. Pivot-Punkte werden von Ihrem Trading-Programm automatisch eingezeichnet. Wichtig ist nur dass Sie sich merken, dass Pivot-Punkte aus dem Vortagesdurchschnitt errechnet werden.

Außerdem können sie unabhängig von der Zeiteinheit verwenden werden. Es ist also egal ob M1, M5 oder H1 Chart. Trotzdem sind die Pivotpunkte natürlich nicht auf jeder Zeiteinheit gleich. Der Tages-Pivot-Punkt im M5 Chart ist an einer anderen Stelle als der im H1 Chart. Das Gute ist, je mehr Pivotpunkte aus unterschiedlichen Zeiteinheiten an einer Stelle zusammen treffen, desto mächtiger ist dieser Punkt. Da sich Trader aus niedrigeren und aus höheren Zeiteinheiten an den selben Pivotpunkte ausrichten.

 

Fazit

Pivotpunkte alleine sind natürlich nicht der heilige Gral aber ein wichtiger Indikator den man nicht außer acht lassen sollte. Sie dienen zur Orientierung ob der Markt gerade eher bullisch oder bärisch unterwegs ist. Außerdem lassen sich an Widerstands- und Unterstützungs-Linien hervorragende Einstiege finden.

 

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